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Revisionsklappe Installationsschacht Mehrfamilienhaus

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Ein Installationsschacht bündelt die haustechnischen Leitungen eines Gebäudes auf engstem Raum: Steigstränge für Wasser, Abwasser und Heizung, Lüftungskanäle, Elektro- und Datenleitungen. Damit diese Stränge gewartet, abgelesen und im Schadensfall erreicht werden können, braucht jeder Schacht erreichbare Revisionsöffnungen. Im Mehrfamilienhaus und im Gewerbe kommt eine zweite Anforderung hinzu, die in der Praxis oft unterschätzt wird: Der Schacht trennt Wohnungen, Nutzungseinheiten oder Geschosse voneinander, und genau an der Revisionsöffnung entsteht leicht eine akustische Schwachstelle. Dieser Leitfaden zeigt, wie der Zugang zu Steigschächten geplant wird, welche schalldämmenden Ausführungen es gibt und worauf es beim Einbau im Schacht ankommt, von der Wohnungstrennwand über das Büro bis zum gewerblichen Installationskanal.

Was ein Installationsschacht leistet und warum die Revisionsklappe heikel ist

Der Installationsschacht, oft auch Steigschacht oder Steigzone genannt, führt die senkrechten Versorgungsstränge durch die Geschosse eines Gebäudes. In einem typischen Mehrfamilienhaus liegen hier die Steigleitungen für Trinkwasser kalt und warm, die Zirkulation, die Abwasserfallleitung samt Entlüftung, häufig Heizungsvor- und -rücklauf sowie Elektro- und Kommunikationsleitungen. Diese Stränge müssen über die gesamte Gebäudehöhe zugänglich bleiben, etwa für das Ablesen von Zählern, das Bedienen von Absperrarmaturen, die Wartung von Ventilen oder das Erreichen von Reinigungsöffnungen der Abwasserleitung.

Die Revisionsklappe ist dabei mehr als ein Deckel vor einem Loch. Sie ist die einzige Stelle, an der die geschlossene Schachtwand bewusst durchbrochen wird. Genau deshalb ist sie bauphysikalisch heikel: Eine schwere, mehrschalige Schachtwand kann hohe Anforderungen an Schall- und Brandschutz erfüllen, doch eine schlecht gewählte oder schlecht eingebaute Klappe macht diesen Aufwand an einer einzigen Stelle zunichte. Wer den Schacht plant, muss die Öffnung daher von Anfang an als das schwächste Glied der Wand betrachten und entsprechend auswählen.

Hinzu kommt die Frage der Lage. Im Mehrfamilienhaus liegen die Schächte oft im Bad, im Flur oder in der Küche, also in Räumen, die zu einer anderen Wohnung benachbart sein können. Im Gewerbe verlaufen Installationskanäle waagerecht durch abgehängte Decken über Fluren und Großraumbüros. In beiden Fällen entscheidet die Position der Revisionsöffnung darüber, wie stark sich Geräusche aus dem Schacht in den Aufenthaltsraum übertragen und wie aufwendig der spätere Zugang ist.

Schall im Schacht: woher die Geräusche kommen

Bevor eine schalldämmende Klappe sinnvoll gewählt werden kann, lohnt der Blick auf die Geräuschquellen im Schacht. Sie lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen. Erstens der Luftschall: Strömungsgeräusche in Lüftungskanälen, das Rauschen fließenden Wassers, Geräusche aus Technikräumen, die über den Schacht weitergeleitet werden. Zweitens der Körperschall: Schwingungen, die von Pumpen, Armaturen oder der Abwasserfallleitung in die Bauteile eingeleitet werden und sich über die Konstruktion ausbreiten.

Eine Revisionsklappe wirkt vor allem gegen den Luftschall, der durch die Öffnung in den Raum dringen würde. Gegen Körperschall hilft sie nur begrenzt, denn der überträgt sich über die starre Verbindung der Bauteile. Deshalb gehört zur Schallschutzplanung am Schacht immer beides: eine schalldämmende Klappe für die Öffnung und eine möglichst entkoppelte, körperschallarme Befestigung der Leitungen im Schacht selbst, etwa durch Schellen mit Dämmeinlage. Die Klappe allein löst das Problem nicht, wenn die Fallleitung ungedämmt an der Schachtwand befestigt ist.

Die einschlägige Grundlage für den Schallschutz im Hochbau ist die DIN 4109. Sie legt fest, welche Anforderungen an die Luft- und Trittschalldämmung zwischen fremden Nutzungseinheiten gelten und welche Grenzwerte für Geräusche aus haustechnischen Anlagen einzuhalten sind. Konkrete Zahlenwerte hängen von der Bauaufgabe, der Raumnutzung und dem angestrebten Schutzniveau ab und werden in der Planung festgelegt. Wichtig für die Auswahl der Klappe ist, dass die Öffnung das Schalldämmmaß der umgebenden Wand nicht unnötig herabsetzt.

Schalldämmende Revisionsklappen: Aufbau und Funktionsweise

Eine schalldämmende Revisionsklappe unterscheidet sich in mehreren Punkten von einer einfachen Wartungsklappe. Entscheidend sind drei Merkmale. Erstens die Masse und der Aufbau des Deckels: Ein schwerer, mehrlagiger oder mit dämmendem Kern gefüllter Deckel dämpft den Luftschall besser als ein leichtes Blechtürchen. Zweitens die umlaufende Dichtung: Sie verhindert, dass Schall durch den Spalt zwischen Deckel und Rahmen entweicht. Eine undichte Fuge ist akustisch eine offene Tür, selbst wenn der Deckel selbst gut dämmt. Drittens der dichte Anschluss des Rahmens an die Schachtwand, damit kein Nebenweg über die Einbaufuge entsteht.

In der Praxis sind das oft Klappen mit umlaufender, dauerelastischer Dichtung und einer Einlage, die in Masse und Aufbau zur Wand passt. Für eine bündige, ruhige Oberfläche wird die Einlage in derselben Plattenstärke ausgeführt wie die Beplankung der Schachtwand, sodass sich Deckel und Wand zu einer durchgehenden Fläche ergänzen. Die luft- und staubdichte Ausführung ist dabei eng mit dem Schallschutz verwandt: Was luftdicht schließt, dämmt auch den Luftschall besser, weil der Schall keinen Spalt findet, durch den er entweichen kann. Eine luft- und staubdichte Revisionsklappe für den Trockenbau eignet sich daher gut für Schächte in schalltrennenden Wänden, weil sie die Fuge zuverlässig schließt.

Wo es zusätzlich auf Wärmedämmung ankommt, etwa bei Schächten an der Außenwand oder im unbeheizten Bereich, ist eine isolierte und luftdichte Ausführung sinnvoll. Die isolierte und luftdichte Revisionsklappe Softline verbindet einen dichten Anschluss mit einem gedämmten Deckel und eignet sich für Öffnungen, die gleichzeitig die luftdichte Ebene der Konstruktion und eine möglichst ruhige Fläche sicherstellen sollen. Die Auswahl richtet sich danach, welche Anforderung im Vordergrund steht: reiner Schallschutz, Luftdichtheit, Wärmedämmung oder eine Kombination.

Schallschutz im Mehrfamilienhaus: die Revisionsklappe in der Wohnungstrennwand

Im Mehrfamilienhaus ist die kritischste Situation der Schacht, der an eine fremde Wohnung grenzt oder dessen Revisionsöffnung in einem Raum liegt, der gegen eine Nachbarwohnung geschützt werden muss. Hier gilt die Schachtwand als Teil der schalltrennenden Konstruktion, und die Öffnung darf das erreichte Schalldämmmaß nicht spürbar verschlechtern. Eine einfache, ungedämmte Klappe in einer solchen Wand ist eine typische Quelle für spätere Beschwerden, weil sich Wasser- und Spülgeräusche aus dem Schacht in den Nachbarraum übertragen.

Sinnvoll ist daher, die Öffnung so klein wie möglich und so groß wie nötig zu planen. Jede Vergrößerung der Öffnung vergrößert die akustische Schwachstelle. Reicht für die Wartung ein Zugriff zum Ablesen und Absperren, genügt oft ein mittleres Format, während eine große Öffnung nur dort gewählt wird, wo wirklich mit Werkzeug gearbeitet werden muss. Ebenso wichtig ist die Lage: Liegt die Öffnung nicht direkt gegenüber einem empfindlichen Bereich des Nachbarraums, etwa dem Kopfende eines Bettes, verteilt sich der ohnehin reduzierte Restschall günstiger.

Für die Ausführung bedeutet das: schalldämmende Klappe mit umlaufender Dichtung, dichter Anschluss an die Schachtwand und, wo die Wand mehrschalig ist, ein Deckel, der die Masse der Wand möglichst nachbildet. Ein häufiger Fehler ist, die Schachtwand sorgfältig schalltechnisch aufzubauen und dann an der Klappe zu sparen. Die Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied, und das ist fast immer die Öffnung. Wer hier die passende Klappe wählt und sauber einbaut, schützt die in die Wand investierte Schalldämmung.

Schallschutz und Akustik im Büro

Im Büro verschiebt sich der Schwerpunkt vom Schutz gegen die Nachbarwohnung hin zur Raumakustik und zur Vertraulichkeit. Zwei Anforderungen treffen aufeinander. Erstens die Schalldämmung zwischen Räumen: Besprechungsräume, Einzelbüros und Personalräume sollen so getrennt sein, dass Gespräche nicht in den Nachbarraum dringen. Zweitens die Raumakustik innerhalb eines Raums, also die Frage, wie stark der Schall im Raum nachhallt und ob Sprache verständlich bleibt.

Für die Revisionsklappe ist vor allem die erste Anforderung relevant. Verläuft eine Installation in einer Trennwand zwischen zwei Büros oder zwischen Büro und Flur, ist die Revisionsöffnung wieder die Schwachstelle in der Schalltrennung. Eine schalldämmende, dicht schließende Klappe verhindert, dass die Öffnung zum Schallleck wird, durch das Gespräche aus dem Besprechungsraum in den Flur dringen. Gerade bei vertraulichen Nutzungen, etwa in Personal- oder Beratungsräumen, ist dieser Punkt wichtiger als die reine Wartungsfreundlichkeit.

Bei der Raumakustik im Sinne von Nachhall und Sprachverständlichkeit wirkt die Klappe selbst nur als kleiner Baustein, weil ihre Fläche im Verhältnis zur Wand- und Deckenfläche gering ist. Hier zählen vor allem schallabsorbierende Decken, Wandelemente und Bodenbeläge. Die Aufgabe der Klappe besteht darin, die durch die Installation nötige Öffnung möglichst unauffällig und akustisch dicht in diese Flächen einzufügen, ohne die Schalltrennung zwischen den Räumen zu unterlaufen. Eine bündige, dicht schließende Klappe stört das akustische Konzept des Raums am wenigsten.

Schacht und Installationskanal im Gewerbe

Im Gewerbe und in größeren Verwaltungsbauten ändern sich Maßstab und Geometrie. Neben den senkrechten Steigschächten gibt es ausgedehnte, waagerechte Installationskanäle, die Lüftungs-, Sanitär-, Elektro- und Datenleitungen durch abgehängte Decken und Vorwände über Fluren und Großraumzonen führen. Der Zugang erfolgt hier über zahlreiche Revisionsöffnungen entlang der Trasse, weil die Leitungen über lange Strecken erreichbar bleiben müssen, etwa für Wartung, Reinigung von Lüftungskanälen, Brandschutzklappen oder das Nachrüsten von Datenleitungen.

Drei Punkte sind im Gewerbe besonders wichtig. Erstens die Häufigkeit und Verteilung der Öffnungen: Anders als im Wohnbau, wo eine Öffnung pro Strang oft genügt, sind im Gewerbe viele, regelmäßig angeordnete Klappen üblich, damit jede Komponente erreichbar ist. Zweitens die Belastbarkeit und Bedienbarkeit, weil die Öffnungen häufig durch Fachpersonal benutzt werden und über Jahre zuverlässig schließen müssen. Drittens, und das wiegt am schwersten, der Brandschutz, weil Installationskanäle in der Regel durch mehrere Brandabschnitte führen.

Beim Schallschutz im Gewerbe geht es seltener um die Trennung von Wohnungen und häufiger um den Schutz von Aufenthaltsräumen vor Anlagengeräuschen sowie um die Vertraulichkeit zwischen Nutzungseinheiten. Auch hier gilt: Die Revisionsöffnung im Kanal oder in der Schachtwand ist die Schwachstelle, und eine dicht schließende, schalldämmende Klappe begrenzt die Übertragung von Strömungs- und Anlagengeräuschen in den Aufenthaltsbereich. Bei waagerechten Kanälen in abgehängten Decken kommt die Lastfrage hinzu: Der Deckel muss sein Eigengewicht dauerhaft tragen, ohne sich zu verziehen, damit die umlaufende Dichtung über Jahre sauber schließt.

Brandschutz im Schacht: oft die maßgebende Anforderung

In vielen Schächten und Installationskanälen ist nicht der Schallschutz, sondern der Brandschutz die maßgebende Anforderung. Schächte verbinden Geschosse und Brandabschnitte und können im Brandfall wie ein Kamin wirken, der Feuer und Rauch in andere Etagen trägt. Deshalb sind Schachtwände und ihre Öffnungen häufig feuerwiderstandsfähig auszuführen. Das betrifft sowohl die Wand selbst als auch die Revisionsklappe, die dann eine geprüfte Brandschutzklappe sein muss.

Die Klassifizierung des Feuerwiderstands erfolgt nach DIN EN 13501-1, die den älteren Feuerwiderstandsklassen nach DIN 4102-1 entspricht. Gängige Klassen für Revisionsöffnungen im Schacht sind EI30 und EI60, bei denen die Klappe für 30 beziehungsweise 60 Minuten den Durchtritt von Feuer und Hitze begrenzt. Welche Klasse erforderlich ist, ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept des Gebäudes und der jeweiligen Landesbauordnung. Eine einfache Wartungsklappe ist hier keine Alternative, weil die Klassifizierung Bestandteil des Verwendbarkeitsnachweises ist und ohne sie die geforderte Brandtrennung an der Öffnung nicht nachgewiesen werden kann.

Für brandschutzklassifizierte Öffnungen im Steigschacht eignet sich eine geprüfte Brandschutzklappe Fire Star für Installationsschächte in EI30 und EI60. Wer den Unterschied zwischen den Klassifizierungen genauer verstehen will, findet die Einordnung im Beitrag zum Unterschied zwischen F60 und EI60 und den Brandschutzklassen. Wichtig ist, dass eine Klappe nie gleichzeitig beliebig alle Anforderungen erfüllt: Brandschutz, Schallschutz, Luftdichtheit und Wärmedämmung sind getrennte Eigenschaften, die im Produkt kombiniert sein können, aber bewusst ausgewählt werden müssen.

Revisionsklappe schalldämmend im Schacht einbauen, Schritt für Schritt

Der Einbau einer schalldämmenden Revisionsklappe in eine Schachtwand folgt einem festen Ablauf. Entscheidend ist, dass nicht nur der Deckel dämmt, sondern auch der Anschluss an die Wand dicht bleibt, denn jede ungedichtete Fuge ist ein Nebenweg für den Schall.

  1. Anforderung klären: Vor dem Einbau festlegen, welche Eigenschaften die Öffnung erfüllen muss, also Schallschutz, Brandschutz, Luftdichtheit oder eine Kombination, und die Klappe danach auswählen. Diese Festlegung gehört in die Planung und nicht auf die Baustelle.
  2. Position bestimmen: Die Öffnung mittig vor dem zu wartenden Bauteil und möglichst nicht gegenüber empfindlichen Bereichen des Nachbarraums anordnen. Den Abstand zur Unterkonstruktion prüfen, damit der Rahmen frei im Plattenfeld liegt und nicht auf einem Profil sitzt.
  3. Öffnung ausschneiden: Nach dem Außenmaß des Rahmens anzeichnen und sauber ausschneiden. Die Schnittkanten entgraten, damit der Rahmen plan und ohne Spalt aufliegt.
  4. Auswechslung setzen: Bei größeren Formaten eine Auswechslung der Unterkonstruktion um die Öffnung herstellen, damit die freie Schnittkante gestützt ist und die Beplankung an der Öffnung nicht arbeitet.
  5. Rahmen dicht einsetzen: Den Klappenrahmen einsetzen, rechtwinklig und plan ausrichten und die umlaufende Einbaufuge nach Herstellervorgabe schalltechnisch dicht schließen, damit kein Nebenweg über die Fuge entsteht. Den Rahmen vor dem Verspachteln fixieren.
  6. Dichtung prüfen: Die umlaufende Deckeldichtung kontrollieren und sicherstellen, dass der Deckel rundum gleichmäßig anpresst. Eine punktuell undichte Dichtung hebt die Schalldämmung an dieser Stelle auf.
  7. Einspachteln und Einlage einlegen: Die umlaufende Fuge mit Bewehrungsstreifen in mehreren dünnen Lagen schließen und schleifen, dann die Einlage in der zur Wand passenden Plattenstärke einlegen, sodass die sichtbare Fläche bündig abschließt.

Die Verarbeitung der Gipsplatten richtet sich grundsätzlich nach DIN 18181. Wer die Schraubabstände der Beplankung und die Achsabstände der Unterkonstruktion einhält, vermeidet die häufigsten Ursachen für Risse rund um die Öffnung. Für den Schallschutz ist zusätzlich entscheidend, dass die Einbaufuge nicht nur optisch, sondern akustisch dicht ausgeführt wird, weil eine offene Fuge die Wirkung der Klappe untergräbt.

Häufige Einbaufehler und wie man sie vermeidet

Beim Einbau im Schacht treten einige Fehler immer wieder auf, die sich mit etwas Sorgfalt vermeiden lassen. Der erste und folgenreichste ist die undichte Einbaufuge: Der Deckel dämmt zwar, doch der Spalt zwischen Rahmen und Wand wurde nicht schalltechnisch geschlossen, sodass der Schall über die Fuge in den Raum gelangt. Hier hilft nur ein sauberer, dichter Anschluss des Rahmens, der bereits beim Einsetzen mitgedacht wird.

Der zweite Fehler ist die falsche Klappenwahl. Eine Standardklappe wird in eine schall- oder brandtrennende Wand eingebaut, weil sie günstiger ist oder gerade verfügbar war. Damit ist die in die Wand investierte Trennung an dieser Stelle hinfällig. Die Klappe muss zur Anforderung der Wand passen, und diese Anforderung gehört in die Planung, nicht in eine spätere Improvisation auf der Baustelle.

Der dritte Fehler betrifft die Größe und Lage. Eine zu große Öffnung vergrößert die Schwachstelle ohne Not, eine schlecht positionierte Öffnung erzwingt einen schrägen Zugriff oder liegt ausgerechnet gegenüber einem empfindlichen Bereich. Der vierte Fehler ist die ungedämmte Befestigung der Leitungen im Schacht selbst: Wenn die Fallleitung starr an der Schachtwand verschraubt ist, überträgt sie Körperschall in die Konstruktion, und keine noch so gute Klappe kann das ausgleichen. Schallschutz im Schacht ist daher immer das Zusammenspiel aus dichter Klappe, dichtem Anschluss und entkoppelten Leitungen.

Auswahl: welche Klappe für welchen Schacht

Die Wahl der richtigen Revisionsklappe für einen Schacht lässt sich auf wenige Leitfragen herunterbrechen. Zunächst die maßgebende Anforderung: Liegt der Schacht in einer brandtrennenden Wand oder führt er durch mehrere Brandabschnitte, ist eine geprüfte Brandschutzklappe in der erforderlichen Klasse zwingend, und alles Weitere ordnet sich diesem Punkt unter. Steht dagegen die Trennung zwischen Wohnungen oder Nutzungseinheiten im Vordergrund, ist eine schalldämmende, dicht schließende Klappe die richtige Wahl.

Die zweite Frage betrifft die Dichtheit. In energetisch dichten Gebäuden und an Schächten, die die luftdichte Ebene berühren, ist eine luft- und staubdichte Ausführung gefragt, die zugleich den Luftschall besser begrenzt. Wo zusätzlich Wärme eine Rolle spielt, etwa an Außenwänden oder im unbeheizten Bereich, kommt eine isolierte und luftdichte Klappe in Betracht. Die dritte Frage ist die Lage: senkrechter Steigschacht in der Wand oder waagerechter Installationskanal in der abgehängten Decke, wobei bei der Decke das Eigengewicht des Deckels und der Einlage dauerhaft getragen werden muss.

Die vierte Frage betrifft Maß und Nutzungshäufigkeit. Eine selten benutzte Wartungsöffnung kommt mit einem mittleren Format und einem grifflosen, dicht schließenden Deckel aus, während eine häufig kontrollierte Öffnung an Zählern oder Armaturen ein robustes Modell mit stabilen Scharnieren verlangt. Wer diese vier Fragen vor der Bestellung beantwortet, vermeidet die teure Nacharbeit, die entsteht, wenn eine falsch gewählte Klappe nachträglich gegen eine passende getauscht werden muss. Da sich Lüftungsschächte und ihre Klappen über die Lebensdauer regelmäßig warten lassen müssen, lohnt auch ein Blick auf den Beitrag zur Wartung von Revisionsklappen für Lüftung und kontrollierte Wohnraumlüftung.

Häufige Fragen (FAQ)

Brauche ich im Mehrfamilienhaus eine schalldämmende Revisionsklappe?

Immer dann, wenn der Schacht Teil einer schalltrennenden Wand ist oder die Öffnung in einem Raum liegt, der gegen eine fremde Wohnung geschützt werden muss. In solchen Fällen ist die Öffnung die akustische Schwachstelle der Wand, und eine einfache Klappe lässt Wasser- und Spülgeräusche aus dem Schacht in den Nachbarraum dringen. Eine schalldämmende, dicht schließende Klappe schützt die in die Wand investierte Schalldämmung.

Welche Norm gilt für den Schallschutz am Installationsschacht?

Maßgebend ist die DIN 4109 für den Schallschutz im Hochbau. Sie regelt die Anforderungen an die Luft- und Trittschalldämmung zwischen fremden Nutzungseinheiten und an Geräusche aus haustechnischen Anlagen. Die konkreten Werte ergeben sich aus der Bauaufgabe und dem angestrebten Schutzniveau und werden in der Planung festgelegt. Die Revisionsöffnung darf das Schalldämmmaß der Wand nicht unnötig herabsetzen.

Reicht eine schalldämmende Klappe gegen alle Geräusche im Schacht?

Nein. Die Klappe wirkt vor allem gegen Luftschall, der durch die Öffnung dringen würde. Gegen Körperschall, der von Pumpen, Armaturen oder der Abwasserleitung über starre Befestigungen in die Bauteile gelangt, hilft sie nur begrenzt. Für einen wirksamen Schallschutz gehören daher eine dicht schließende Klappe und eine entkoppelte, körperschallarme Befestigung der Leitungen im Schacht zusammen.

Muss eine Revisionsklappe im Schacht brandschutzklassifiziert sein?

Das hängt vom Brandschutzkonzept und der Landesbauordnung ab. Verbindet der Schacht mehrere Geschosse oder Brandabschnitte und ist die Schachtwand feuerwiderstandsfähig auszuführen, muss auch die Öffnung eine geprüfte Brandschutzklappe in der erforderlichen Klasse sein, häufig EI30 oder EI60 nach DIN EN 13501-1. Eine Standardklappe ist hier keine Alternative, weil die Klassifizierung Teil des Verwendbarkeitsnachweises ist.

Wie verhindere ich, dass die Revisionsöffnung im Büro zum Schallleck wird?

Verläuft eine Installation in einer Trennwand zwischen Büros oder zwischen Büro und Flur, sollte die Öffnung möglichst klein gehalten und mit einer schalldämmenden, dicht schließenden Klappe ausgeführt werden. Entscheidend ist neben dem Deckel der schalltechnisch dichte Anschluss des Rahmens an die Wand, damit der Schall keinen Nebenweg über die Einbaufuge findet. So bleibt die Vertraulichkeit auch in Besprechungs- und Beratungsräumen gewahrt.

Worauf muss ich bei Revisionsklappen in waagerechten Installationskanälen im Gewerbe achten?

Bei waagerechten Kanälen in abgehängten Decken trägt der Deckel sein Eigengewicht dauerhaft, daher sind ein verzugsarmer Rahmen und stabile Scharniere wichtig, damit die umlaufende Dichtung über Jahre sauber schließt. Hinzu kommen die regelmäßige, dichte Anordnung der Öffnungen entlang der Trasse für die Erreichbarkeit aller Komponenten sowie der Brandschutz, weil Kanäle in der Regel durch mehrere Brandabschnitte führen.

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